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Oschatz

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Stadt Oschatz (Sachsen)

Oschatz liegt im Süden von Nordsachsen in der Nähe zu Brandenburg und kann eine abwechslungsreiche Geschichte vorweisen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Oschatz im Jahre 1238. Der Lage an der Hohen Straße verdankt die Stadt ihren wirtschaftlichen Aufschwung.

Handelstreibende und Handwerker sorgten für eine gut florierende Wirtschaft, zeitweise lebten in Oschatz mehr Einwohner als in Leipzig. Wie etabliert die Stadt war, zeigt auch der Umstand, dass sie ab dem 14. Jahrhundert das Privileg erhielt, Jahrmärkte in ihren Stadtmauern abzuhalten.

Nach dem Aufschwung der Stadt folgten Jahre der Verwüstung und Zerstörung. Die Hussiten überfallen die Stadt und hinterlassen ein Feld der Verwüstung, 1566 fällt die Schwarze Pest in der Stadt ein. 50 Jahre später zerstört ein Stadtbrand die Mehrzahl der Häusern. Auch der 30-jährige Krieg bringt Leid und Elend für die Bewohner von Oschatz. Im 17. Jahrhundert kehrt die Pestwelle mehrmals zurück und fordert Tausende Opfer. Den Zweiten Weltkrieg übersteht Oschatz hingegen nahezu unbeschadet.

Die Legende vom Kaiser und seiner Frau

Oschatz wird gemeinhin als Stadt im Herzen von Sachsen bezeichnet, allerdings liegt sie dort definitiv nicht. Woher der Beiname kommt, vermag niemand wirklich zu sagen. Den Namen selbst verdankt die Stadt der Legende nach der Frau vom Kaiser. Sie antwortete auf seine Frage, wie die Stadt denn genannt werden solle: „Oh Schatz ...“. Heute wohnen hier etwa 15.000 Menschen in den 14 Ortsteile. In der Umgebung findet man viel Grün, der Wermsdorfer Forst, der Collmberg und die Dahlener Heide laden zu Ausflügen ein.

Sehenswertes in Oschatz

Im historischen Stadtkern gibt es einiges für die Besucher zusehen. Der Neumarkt mit seinen vielen Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance erzählt vom ehemaligen Glanz der Stadt. Auf dem Neumarkt befindet sich der Marktbrunnen, der vom Leipziger Steinmetz Gregor Richter 1589 geschaffen wurde. Das Rathaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde von Gottfried Semper entworfen. Schon von Weitem sehen kann man die zwei Türme der St. Aegigienkirche. Sie ragen stattliche 75 Meter in die Höhe und sind auch für Besucher geöffnet. Von ihnen bietet sich eine wunderbare Sicht auf die Stadt und die umgebende Landschaft. In der Kirche befindet sich auch das Oschatzer Museum mit rund 100 Exponaten zur Geschichte der Stadt. Eine besondere Attraktion des Museums ist die Folterkammer, die aus dem Jahre 1574 stammt.

Ein echtes Erlebnis ist eine Fahrt mit der Schmalspurbahn, zu bestimmten Sonderfahrten kommen auch die kleinen Dampfloks zum Einsatz. Tierfreunde sollten dem Stadtpark einen Besuch abstatten, denn dort befindet sich auch der Tierpark von Oschatz. Sehenswert sind zudem die Ruinen von Schloss Osterland, welches vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammt.